Friedenskirche Hemau (D. Martin-Lutherstr. 12, Hemau)
Schon von weitem ist die Friedenskirche in der Hemauer Stadtansicht an ihrem spitzen schiefergedeckten Turm zu erkennen. Besonderheiten im Innenraum sind die aufwendig gestaltete Holzdecke mit dem goldenen Sonnensymbol; das bunt leuchtende Südfenster mit Bildern aus der Bibel und auch das Buntglasfenster hinter dem Taufbecken. Schöne Namen tragen die drei Glocken: die „Bittende“, die „Empfangende“, die „Hoffende“. Im Untergeschoss befindet sich das Gemeindezentrum mit Sakristei, Gemeinderäumen, Küche und Lager. Zukünftig wird dort auch das Pfarrbüro untergebracht sein. Gegenüber der Kirche befindet sich das Pfarrhaus in dem lange Zeit auch das Büro der 1. Pfarrstelle untergebracht war.
Der Bau aus dem Jahr 1965/66 ist einer der letzten Entwürfe des Architekten Hans Reissinger aus Bayreuth. Hans Reissinger (eigentlich: Johannes Carl Reissinger, geb. 10. April 1890 in Bayreuth; gest.23. November 1972 ebenda) war Architekt, der in Bayreuth, Düsseldorf und München tätig war. In der Zeit des Nationalsozialismus (1933-45) machte er Karriere als Architekt zahlreicher öffentlicher Aufträge v.a. im Bayreuther Raum, nach dem Zweiten Weltkrieg entwarf er etliche Kirchenneubauten in Oberfranken (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Reissinger).
Die Friedenskirche wurde am 1. Advent, 27.11.1966 durch Kreisdekan OKR Flurschütz (Bayreuth) eingeweiht. Da sie auch den Soldaten der damals in Hemau neu errichteten „General-von-Steuben-Kaserne“ als Kirche dienen sollte, wurden 80% der 500.000 DM – Bausumme vom Staat getragen und die Altarbibel vom damaligen Bundesverteidigungsminister Kai-Uwe von Hassel gestiftet. Die Kaserne wurde 2003 aufgelöst.
2016 wurde das 50-jährige Bestehen gefeiert. Im Jahr 2022 wurde der gesamte Kirchenbau umfangreich saniert.





