Missbrauch - was tut die Evang. Kirche?

Ich bin tief bewegt von den Nachrichten über sexualisierte Gewalt in der kath. Kirche. Ich habe als Seelsorgerin die letzten zwei Jahrzehnte viele Menschen begleitet, die sexualisierte Gewalt erlebt haben. Meiner Einschätzung nach gibt es kaum etwas, was Menschen so nachhaltig seelisch und körperlich schädigt, wie diese Erfahrung. Jeder Missbrauch ist einer zu viel, nicht mehr rückgängig zu machen und ein Verbrechen. Meine Kirche hat sich in früheren Zeiten nicht mit Ruhm bekleckert, um diese Verbrechen, die in eigenen Reihen begangen wurden zu begegnen und Straftäter ihrem Urteil zuzuführen. Heutzutage bin ich zuversichtlicher. Es wurde viel gearbeitet, um sexualisierter Gewalt zu begegnen, neue Strukturen zu schaffen, Ansprechpartner*innen zu benennen und Prävention zu leisten. Hier lesen Sie sie die Stellungnahme unseres Landesbischofs, von der ich sicher bin, dass sie von Herzen kommt. Ihre Pfarrerin Sibylle Thürmel